Palliativ Pflege

Unsere Begleitung und Pflegeverständnis

Die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender ist schon seit Bestehen der Sozialstation ein besonderes und wichtiges Angebot,
dass Patienten und deren Angehörigen unterstützt, um ein Sterben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Wie in vielen Bereichen der medizinischen und pflegerischen Versorgung haben sich Veränderungen durch Fortschritt und Gesetzesänderungen ergeben, die sich unmittelbar auf die Arbeit der Sozialstation auswirken.
Aus der Sterbebegleitung hat sich die Palliativ-Pflege entwickelt.


Ausgehend von dem Begriff „Palliativ“ (lat. für bemänteln, umhüllen) versteht sich die Palliativpflege als über den Tod hinausgehende, bedürfnisorientierte Begleitung, die das individuelle Wohlbefinden steigern und Sicherheit und Geborgenheit in allen Stadien des Leidens und Sterbens vermitteln soll.
Die Palliativpflege ist ein bedürfnisorientierter Pflegeprozess, dessen Verlauf aktiv durch die Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten und die subjektive Wahrnehmung des Pflegebedürftigen und nicht durch fremde Bedürfnisse und Notwendigkeiten, bedingt durch externe Rahmenbedingungen, Systeme oder Vorgaben bestimmt wird.


Zugrunde liegende ethische Prinzipien haben innerhalb der palliativen Pflege einen besonderen Stellenwert.
Dazu gehören vor allem die Wahrung der Würde und der Autonomie des Gepflegten über dessen Tod hinaus, die Akzeptanz des Sterbens und des Todes als Teil des Lebens.


Die Pflegekräfte arbeiten in einem interdisziplinären Palliativ Care Team, zu dem Ärzte, Brückenpflege, Hospitzdienst, Seelsorger und verschiedene Therapeuten und freiwillige Helfer gehören.
Im Elztal wurde als interdisziplinäres Palliativ Care Team „das Palliativnetz ZweiTälerland“ gegründet, das nunmehr wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit geworden ist.


Für diesen hohen fachlichen Anspruch der palliativen Versorgung war und ist es der Sozialstation wichtig, Pflegekräfte zu qualifizieren.
In den letzten Jahren wurden drei Pflegefachkräfte als Palliativ-Pflegekräfte weitergebildet.

Es werden alle Mitarbeiter in speziellen internen Schulungen durch Palliativfachkräfte ständig fortgebildet.
Zusätzlich können sich die Pflegekräfte für Ihre tägliche Arbeit den Rat und das Fachwissen der Palliativfachkräfte einholen.

Die palliative Versorgung, die Schulungen sowie die kollegiale Begleitung wird durch die Kooperation mit dem
Caritasverein St. Vinzenz e.V. Waldkirch, finanziell unterstützt.



» Vorherige Seite: Hausnotruf «                    »  Nächste Seite: Kompetenzzentrum Demenz «                    »  ⇑ zum Anfang dieser Seite  ⇑ «